Sonntag, 24. Januar 2016

Über Jahreszeitentische, Coverlock und Experimente

Ich weiß eigentlich gar nicht, warum auch jahreszeitliche Dekoration mit dem Etikett "Waldorf" versehen wird. Soweit ich mich erinnern kann, war es bei uns zu Hause immer jahreszeitlich dekoriert und wenn die Ecke auch noch so klein war. Ich erinnere mich ebenfalls an die ein oder andere saisonale Bastelei im Kindergarten - Kastanienmännchen, Papierschneeflocken, ausgeblasene Eier usw. Ich denke, es ist für Kinder ab 3 Jahren immer spannend, den Jahresverlauf zu beobachten. Kognitiv erfassen können sie es aber nur "just in Time". Fragen Sie ihr Kind mal, ob es noch weiß, was im letzten Moant so besonders war. Es wird sie nicht verstehen.
Es bietet sich also an, einen Jahreszeitentisch - oder eine Jahreszeitenecke, oder wie auch immer Sie das nennen wollen - einzurichten, in der alles, was man bei kleinen Spaziergängen findet oder selbst bastelt, seinen Platz haben darf. Auch wenn es nicht zum Thema paßt ;-) Kinder haben da ihre eigenen Vorstellungen von "schön " und "passend" und die sollte man Ihnen auch lassen.
Ich finde die im Netz angebotenen Figürchen für die Jahreszeitentische wunderschön anzusehen. Und hier liegt die Betonung auf "anzusehen". Spielen ist da nicht. Und damit ist der Sinn dieser sensitiven Erfahrung "Jahreszeitentisch" ad absurdum geführt. Wie soll ein Kind einen Zugang zur Natur finden, wenn es nicht mit der Natur im Sinne einer selbst geschaffenen Szene spielen darf? Unsere Jahreszeitenecke befindet sich auf einem Fensterbrett im Esszimmer. Sie ist für das nicht mehr ganz so kleine Kleinkind gut zu erreichen und damit auch gut zu bespielen. Unser Esszimmer ist Treffpunkt für uns alle - nicht nur zum Essen. Hier wird gelacht und getrunken, gespielt, gegessen, Zeitung gelesen, im Internet gesurft und und und. Da lag es nahe, hier auch etwas für die Jüngste anzubieten. Im aktuellen Zustand sieht unsere Jahreszeitenecke so aus. Sie ändert sich aber ständig...



Wähend die Jüngste pädgogisch wertvoll spielt, habe ich Zeit meine neue Freundin kennzulernen. Der Weihnachtsmann war sehr großzügig und hat mir eine Singer Professional 5 geschenkt. Ich bin sehr begeistert. Ich hatte lange recherchiert und habe mich schlußendlich aufgrund der Testergebnisse verliebt. Einfach war unser Kennenlernen nicht. Das Anleitungsheft ist wirklich dürftig - aber mit Geduld und youtube hat es letztlich ganz gut geklappt. Ich muß aber noch erwähnen, daß ich gut Englisch spreche und dies war gerade bei den youtube-Beiträgen nötig. Ich habe mir zusätzlich das englische Manual heruntergeladen. Eine Anfängermaschine ist sie eher nicht. Aber wer den Aufwand nicht scheut, kann da auch als Rookie gut zum Pro werden. Ich bin rundum zufrieden.
Erste Ergebnisse gibt es auch schon. Ich habe hier Antonia von Farbenmix benutzt - ohne Schulterpasse und Stoffmix. Den Halsausschnitt hab ich komplett versemmelt - da flößt mich die Coverlock nicht ganz schön Respekt ein. Also Halsbündchen wieder abgeschnitten und einfach ein rechteckiges Stück Jersey drangenäht, oben hab ich den Saum mit elastischem Falzgummi eingefasst - der Stoffstreifen war zu schmal, um ihn noch zu säumen. Aber egal - das ist alles Design! :-)





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